Wirtschaftlichkeit leicht gemacht

Das Ferkel-Milchtaxi ist die seit langem erwartete Lösung für ein immer größer werdendes Problem in der modernen Ferkelaufzucht: die technische Umsetzung der Zufütterung von Saugferkeln!

Die Milchproduktion der Sauen kann schon seit langem den steigenden Milchbedarf von immer mehr Ferkeln mit immer stärkerem Wachstum nicht mehr decken. Wer das Milchdefizit ignoriert und alleine auf Prestarter hofft, verschenkt wirtschaftliches Potential.

Die ständige Erhöhung der wichtigsten Wirtschaftlichkeitsfaktoren wie Ferkelanzahl pro Jahr und Absetzgewicht bringt bisher, neben den unbestrittenen ökonomischen Vorteilen, auch viele Probleme im täglichen Arbeitsablauf.

Bisher gab es für den Praktiker nur unbefriedigende Möglichkeiten auf diese Entwicklung zu reagieren: Ammensauen verringern durch die längere Säugezeit die durchschnittliche Ferkelzahl je Sau und Jahr und an technischen Ammen sind die Tageszunahmen der Ferkel geringer.

Aber zusätzliche Milch zu verfüttern war bisher harte und zeitaufwändige Arbeit. Hier schaffte das Milchtaxi für Ferkel nun Abhilfe.

  • Schnell zu gesunden Ferkeln
  • Wirtschaftliche Potentiale ausnutzen
  • Bequem Ferkel füttern
  • Keine Experimente
 

Und so funktionierts:

  • Das kräftige Rührwerk mischt in Sekunden MAT und Wasser und bereitet so 80 oder 120 Liter Milch
  • Die Heizung erwärmt die Milch
  • zu dem von Ihnen festgelegten Zeitpunkt automatisch auf die exakte Tränketemperatur
  • Mit dem praktischen Fahrwerk fahren Sie die Milch bequem zu Ihren Ferkeln (optional mit el. Fahrantrieb)
  • Die batteriegetriebene Pumpe füllt über den Dosierarm die exakte Menge in die Futterschale
  • Der Edelstahltank und die Pumpenfunktion machen die Reinigung zum Kinderspiel.

Schnell zu gesunden Ferkeln

Steigende Wurfgrößen senken zwangsläufig das Geburtsgewicht und steigern entsprechend den Anteil leichterer Ferkel. Dabei haben Ferkel heute ein erheblich höheres Wachstumspotential, können also in kürzerer Zeit mehr Masse entwickeln. Um das genetische Potential aller Ferkel voll auszuschöpfen und eine gesunde Entwicklung möglichst aller Ferkel zu gewährleisten, ist eine regelmäßige zusätzliche Milchversorgung unverzichtbar.

Milchdefizit vermeiden

ausreicht, die Ferkel mit der erforderlichen Menge Milch zu versorgen. Das Milchdefizit ist seit ca. 10 Jahren eine der größten Herausforderungen in der Ferkelaufzucht und nimmt jedes Jahr, mit steigenden biologischen Leistungen der Tiere zu. Die Laktationsleistung der Sauen steigt zwar bei wachsenden Wurfgrößen, doch die Milchmenge je Ferkel nimmt seit Jahren ab. Das Milchtaxi lässt Sie auf bequeme Art das Milchdefizit beheben.

Hygiene gewährleisten

Um dem Milchdefizit gegenzusteuern, arbeiten immer mehr Betriebe mit Ammensauen oder technischen Ammen. Doch beide Systeme haben ihre Tücken (siehe Seite 10). Die beste Lösung ist, die Würfe auszugleichen und mit dem Milchtaxi zusätzlich Milch in Schalen zu verfüttern. Die Neugier der Ferkel sorgt dafür, dass die Schalen gern angenommen und bei bedarfsgerechter Milchgabe bis zu nächsten Milchgabe sauber ausgeleckt werden.

Konkurrenzkämpfe verhindern

Wenn die Milch knapp wird, treten vermehrt Rangkämpfe auf. Schwächere Ferkel saugen seltener, fallen in Ihrer Entwicklung stärker zurück und können dann, wenn sie doch einen Platz an der Sau ergattert haben, weniger stark saugen. Sorgen Sie mit dem Milchtaxi vom ersten Tag an für kräftige und satte Ferkel.

Sterberate senken

Studien belegen, dass die Saugferkelverluste bei zusätzlicher Milchversorgung um ein Fünftel sinkt (von 9,4% auf 7,6%)1. Sorgen Sie mit dem Milchtaxi für satte Ferkel, denn die liegen gerne im Ferkelnest und stehen nicht unter der Sau wo sie Gefahr laufen erdrückt zu werden.

Schnell zu gesunden Ferkeln

Durch den rasanten Anstieg der Ferkelzahlen steht bei vielen Sauen nicht mehr genug Milch zur ausreichenden Ernährung aller Ferkel zur Verfügung.

Wirtschaftliche Potentiale ausnutzen

Sicher ist: Durch zusätzliche Milchversorgung erhalten Sie mehr Ferkel mit besserer Entwicklung und einem höheren Absetzgewicht. Dagegen stehen allerdings die Kosten für die Milch und der Aufwand für die tägliche Fütterung. Da stellt sich jeder Praktiker sie Frage nach dem Verhältnis von Kosten und Nutzen. Rechnet sich der zusätzliche Aufwand?

Der Nutzen

Nach Hilgers und Hühn (Quelle: Bauernzeitung, 35. Woche 2010) stiegen in rheinischen Ferkelerzeugerbetrieben bei zweimaliger täglicher Gabe über 14 Tage die Absetzgewichte um 0,4 kg auf 7,5 kg. Gleichzeitig verringerten sich die Saugferkelverluste von 9,4 auf 7,6 %, was eine Steigerung der Ferkelzahl pro Sau und Jahr von +0,4 ergibt. Somit errechnet sich folgender Nutzen für 300 Sauen:

 

Der Nutzen in Euro
+ 0,4 abgesetzte Ferkel/Sau und Jahr
x 300 Sauen x 94,-€
11.280,- €
+ 0,4 kg Absetzgewicht/Ferkel
x 300 Sauen x 15,- €
1.800,- €
Nutzen gesamt: 13.080,- €

 

Jahreskosten
Futter:
14 Tage Milchbeifütterung; 1,5 l/Ferkel;
240,-€/dt MAT(netto)
= 0,9 €/Ferkel x 25 Ferkel x 300 Sauen
6.750,- €
Technik:
H&L-Ferkeltaxi 80l - komplett: 3500,- € (netto)
Abschreibung über 10 Jahre
Zinsen: 5 % von 1750,-
Strom: 4 kwh x 0,25 € x 365 Tage
Reparaturen: 3 % vom Neuwert
350,- €
88,- €
365,- €
105,- €
Mehrarbeit (nach Hilgers u. Hühn, 2010):
20 Minuten/Tag bei 20 Würfen.
20 Minuten x 14 Tage: 20 Würfe x 2,3 Würfe
x 300 Sauen = 9660 Minuten
= 161 Stunden x 10,- €
1.610,- €
Summe Kosten: 9.268,- €
Mehrgewinn: 3.812,- €

Somit ergibt sich ein rechnerischer Mehrgewinn von 3.812 €. Der tatsächliche Nutzen wird noch höher liegen, denn Ferkel, die nicht nach der Geburt in ein Energiedefizit fallen sind gesünder und kräftiger. Entsprechend können sie auch ihren Platz an der Sau verteidigen. Folglich erhalten Ferkel mit Milchbeifütterung auch mehr gesunde Sauenmilch, die in Ihrer Qualität durch nichts zu ersetzen ist.

Bequem Ferkel füttern

Wirtschaftlicher Betrieb ist wichtig, aber Ihre Gesundheit ist wichtiger! Schonen Sie Ihren Körper und lassen Sie das Milchtaxi den schweren Teil der Milchfütterung übernehmen

Einfache Technik versteht jeder

  • Wenn Sie auf wechselndes Personal angewiesen sind, brauchen Sie einfache Fütterungstechnik. Die Funktionen des Milchtaxis erklären sich oft von selbst. Dadurch sparen Sie Einarbeitungszeit und verbessern die Arbeitsqualität Ihrer Mitarbeiter.
  • Die Erwärmungszeit können Sie selbst programmieren. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter später lediglich die Ferkel füttern. Durch die eingestellten Milchmengen und die ständige Temperaturkontrolle ist die Gefahr Fehler zu machen minimiert.

Alle Funktionen nur einen Knopfdruck entfernt

  • Ob Sie mit dem kraftvollen Bodenrührwerk Ihren MAT in nur wenigen Sekunden optimal auflösen wollen oder die Dosiermengen einstellen wollen, alle Funktionen können Sie über die Bedieneinheit mit nur einem Fingerdruck einstellen.
  • Zudem können Sie die Startzeiten für das Heizen automatisch vorwählen. So arbeitet das Milchtaxi sogar in der Nacht für Sie.

Schonen Sie Ihren Rücken beim Transport der Milch

  • Da die Milchtaxis mit einem Fahrwerk ausgestattet sind, können Sie die Milch leicht zu den Ferkeln bringen. Selbst weite Entfernungen sind kein Problem mehr.
  • Noch einfacher geht es mit dem EL-AN Fahrantrieb, einem batteriebetriebenen Antrieb der Vorderachse. Er ist optional für das 120 l-Modell erhältlich. Damit können Sie kinderleicht in zwei Geschwindigkeiten stufenlos vorund rückwärts fahren.

Milchfütterung: leicht und genau

  • Mit dem praktischen Dosierarm und der mengengesteuerten Pumpe dosieren Sie immer die genau richtige Menge Milch in die Schale. Sie wählen einfach eine der fünf programmierten Dosiermengen und drücken auf den Knopf im Handgriff.
  • Dabei sind Sie bei den Ferkeln von der Stromversorgung unabhängig, dank der integrierten Batterie.
  • Auch entfernt gelegene Plätze erreichen Sie bequem durch den langen Schlauch.
Bequem Ferkel füttern

Einfache Bedienung und Dosierung

Bequem Ferkel füttern

Dosierarm mit Fernbedienung

Keine Experimente

Natürlich geht es immer billiger: In wohl keinem Bereich der Landwirtschaft gibt es so viele kreative Selbstversuche die Arbeit zu erleichtern, wie bei der anstrengenden Milchfütterung… umgebaute Sackkarren mit Fässern, Bollerwagen mit Kannen, Gießkannen oder Meßbecher… Wenn aber für Sie, wie für uns, die Qualität im Mittelpunkt steht, werden Sie die nächsten Informationen interessieren.

Ihr Anspruch: Qualität!

  • Sie müssen sich täglich um so vieles kümmern, da muss die Technik einfach funktionieren! Daher fertigen wir alle Bauteile in höchster Qualität und gewährleisten so eine hohe Zuverlässigkeit.
  • Der hochwertige Milchtank aus Edelstahl ist leicht zu reinigen und hat eine lange Lebensdauer. Das gilt im Übrigen auch für alle anderen Bauteile des Milchtaxis.
  • Wenn Sie das Milchtaxi täglich reinigen und die Einstellungen kontrollieren, werden Sie lange Freude an Ihrem neuen Helfer haben. Zu diesem Zweck haben wir die Reinigung und Einstellung der Parameter für Sie möglichst bequem gestaltet.

Alles in Einem und doch individuell!

  • Statt für einzelne Prozesse wie Anmischen, Erwärmen, Transport und Fütterung verschiedene Apparate einzusetzen, bietet das Milchtaxi alle Optionen in einem Gerät vereint. Weitere Investitionen sind oft nicht notwendig.
  • Ihre Ansprüche unterscheiden sich von denen Ihres Nachbarn. Daher bietet das Milchtaxi neben zwei unterschiedlichen Größen auch für jedes Modell die Wahl zwischen normalem Fahrwerk oder dem elektrischen Fahrantrieb EL-AN
Keine Experimente

leicht zu reinigender Edelstahltank mit Bodenrührwerk

Die Grundausstattung, auf die Sie aufbauen können

  • Milchtaxi Typ 80 l, 120 l mit wendigem Fahrwerk auf 4 Rädern
  • Feststellbremse
  • Ergonomische Handgriffe
  • Tank aus poliertem Edelstahl, leicht zu reinigen
  • Verschließbarer Deckel mit Dichtung, vollständig zu öffnen
  • 1 ¼ " Auslaufhahn zur vollständigen Entleerung
  • Elektronische Steuerung mit Füllstandskontrolle und Thermometer

Pumpenfunktion

  • Batteriebetriebene Edelstahlpumpe
  • Dosierarm mit ergonomischem Handgriff
  • Wartungsfreie Batterie und Ladegerät
  • Elektronische Mengensteuerung

Fernbedienung

  • Auslösen der Dosierung am Dosierarm
  • Entfernung zum Milchtaxi bis zu 10 m
  • Mengenwahl am Dosierarm möglich

Bodenrührwerk

  • Kraftvolles Rührwerk
  • Turnusmäßiges Rühren beim Erwärmen der Milch

Elektrische Heizung

  • Effektive Flächenheizung
  • Schonende Erwärmung der Milch ohne anzubrennen
  • Verschiedene Heizleistungen je nach Modell (3 – 6 kW)

Zusatzoptionen für Ihr individuelles Milchtaxi

EL-AN Elektrischer Fahrantrieb

  • Stufenloser Antrieb in zwei Grundgeschwindigkeiten
  • Kraftvoller Vorwärts- und Rückwärtsgang
  • Integrierte Batterie und Ladegerät

Praxistipps und Tipps zur Zufütterung

Erste Priorität: Eine gute Biestmilchversorgung!

Achten Sie darauf, dass die Ferkel früh Biestmilch aufnehmen. Legen sie die neu geborenen Ferkel an das Gesäuge der Sau an und stellen Sie sicher, dass sie trinken. Kleine, saugschwache Ferkel brauchen 10 bis 15 ml Biestmilch aus der Drenchflasche (Plastikflasche mit Plastikröhrchen). Damit haben sie die Kraft eine Zitze zu erobern. Biestmilch kann mit einer elektrischen Pulsatorpumpe, die auch stillende Mütter verwenden, gewonnen werden. 45 – 60 Minuten später versuchen Sie diese Ferkel erneut ans Euter zu legen, damit die Kolostrumaufnahme sicher gestellt ist.

Zufütterung großer Würfe

Kontrollieren Sie das Gesäuge der Sau. Beginnen Sie bei großen Würfen oder unterentwickelten Gesäugen bereits ab dem ersten Tag mit der Zufütterung von ca. 150 ml je Wurf zwei Mal täglich. Bitte beachten Sie die Herstellerangaben des Milchaustauschers bezüglich der Anmisch- und Fütterungsempfehlungen.
Zur Zufütterung sind besondere Schalen aus Kunststoff oder Edelstahl geeignet, die auf dem Gitterrost befestig werden. Markierungen an der Buchtenwand oder auf der Sauenkarte erleichtern die Kennzeichnung der Mengen für den entsprechenden Wurf. Sobald die Ferkel die Schale vollständig geleert haben, kann die Portionsmenge gesteigert werden. Auch das ist entsprechend zu kennzeichnen. Einmal täglich sind die Schalen zu reinigen. Das bietet sich besonders morgens an, wenn die Schalen leer sind. Ein Wurfausgleich sollte nur am 1. Tag nach ausreichender Kolostrumaufnahme erfolgen.

Prestarter nützen nur mit Milch

Feste Prestarter sind eine sinnvolle Ergänzung zur Milchversorgung der Ferkel, können jedoch das Milchdefizit nicht ersetzen. An Milch ist das Ferkel von Geburt an gewöhnt, die Aufnahme von fester Nahrung müssen die Ferkel erst lernen. Somit ist in den ersten 14 Tagen die ausreichende Milchversorgung besonders wichtig, da erst dann die Aktivität der Verdauungsenzyme beginnt und die Prestarter ihren vollen Nutzen entfalten können. Eine Woche vor dem Absetzen kann morgens Milch und abends Prestarter (kleine Menge) in dieselbe Schale gegeben werden. Dabei ist es unerheblich, ja sogar förderlich, wenn noch Milch in der Schale ist (PreStarter weicht auf und wird besser aufgenommen). Die Menge des Prestarters kann abends stetig gesteigert werden, während morgens weiterhin Milch gefüttert wird.

Nach dem Absetzen

Auch nach dem Absetzen sollte der Prestarter ca. 3 Tage weiter gefüttert und dann mit Ferkelaufzuchtfutter verschnitten werden. Die kleinsten Ferkel können im Flatdeck eine Woche weiter mit Milch gefüttert werden.

Muss mein Stall besonders für das Milchtaxi vorbereitet werden?

Da das Milchtaxi mobil ist, sind die Ferkel in der Regel gut zu erreichen. Achten Sie nur darauf, dass die Fahrwege gut befestigt sind und die Türen breit genug für das entsprechende Milchtaximodell sind. Wenn Sie mit dem Milchtaxi nicht in die einzelnen Abteile fahren wollen, können Sie den Schlauch verlängern und dosieren mit über die Funkfernsteuerung im Dosierarm die Milch bequem in die Schalen. Das Milchtaxi hat eine integrierte Warmwasserbereitung. Ein zusätzlicher Boiler ist daher nicht dringend erforderlich. Das Heizelement lässt sich über eine Zeitschaltuhr so einstellen, dass die gewünschte Misch- und Tränketemperatur rechtzeitig erreicht wird.

Wie reinige ich die Schalen effektiv?

Üblich, aber auch sehr arbeitsintensiv ist das Herausnehmen der Schalen und das manuelle Waschen. Auf einem Praxisbetrieb in Schleswig-Holstein wird ein anderes sehr effektives Verfahren eingesetzt. Der Landwirt hat, passend zum Durchmesser der Schalen, einen zylindrischen "Topf" aus Edelstahl angefertigt, der genau über die Lanze seines Hochdruckreinigers passt. Beim Reinigen stülpt er den Topf über die Schale und sprüht kurz mit dem Hochdruckreingier die Schale aus. Der Druck und die Verwirbelung sorgen für ein hohes Reinigungsergebnis, während der Topf ein Spritzen verhindert. Die Bucht bleibt sehr trocken.

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