CalfExpert
Der CalfExpert ist DER moderne Tränkeautomat mit individueller Kälberfütterung, Vollmilchsystem, intuitiver Steuerung und vielen Features.
Arbeitsflexibilität gewinnen: Datenanalyse per App unterstützt professionelles Management.
Bessere Aufzuchtleistung dank Wiegung. Frühe Kontrolle und Alarmierung senken Tierarztkosten.
Natürliches Trinkverhalten: Gesunde Entwicklung durch viele individuelle Mahlzeiten.
Ein moderner Tränkeautomat für Kälber
Der CalfExpert ist ein Kälbertränkeautomat, der nach neuesten Ansprüchen in der Kälberfütterung entwickelt wurde. Modernste Fütterungstechnik sorgt dafür, dass die Milch für die Kälber immer frisch angemischt wird. Dabei ist es egal, ob Milchaustauscher oder pasteurisierte Vollmilch zum Einsatz kommen. Der CalfExpert bereitet die Milch automatisch und tierindividuell zu.
Während die Kälber 24/7 gefüttert werden, sind Sie als Betreuer vollkommen flexibel in Ihrer Arbeitseinteilung. So hebt der Tränkeautomat Ihr Management in der Kälberaufzucht auf ein neues Niveau.
Die intuitive Bedienung am Grafikdisplay und die Verbindung zur mobilen CalfGuide App erleichtern Ihnen und Ihrem Team die Tierkontrolle. Alle Informationen Ihrer Kälber, Statusberichte und Alarmmeldungen haben Sie in der App und direkt am Automaten immer im Blick.
Verschiedene Futterprogramme bilden die Grundlage einer erfolgreichen und leistungsorientierten Kälberaufzucht in der automatischen Kälberfütterung. Arbeitszeitersparnis und völlige Kontrolle inklusive!
Ein Gerät - viele Vorteile
Was kann der CalfExpert? Wie verbessert er das Kälberwohl und die Arbeitsbedingungen? Welches sind seine wichtigsten Funktionen? All das erfahren Sie hier auf den Punkt gebracht:
Tierindividuell Füttern
Viele Kälber mit frischer Mischung und angepasst an das einzelne Kalb zu füttern, ist eine große Herausforderung. Mit dem CalfExpert wird's zum Kinderspiel.
Immer frisch angemischt
Der Kälbertränkeautomat CalfExpert mischt die Milch für jedes Kalb frisch an. Eventuelle Milchreste werden warmgehalten und bei längeren Trinkpausen aus dem System gespült. Andere Tränkeautomaten arbeiten mit einem zentralen Milchvorrat. In der so bei 40 °C bevorrateten Milch verdoppeln sich die Keime alle 20 Minuten. Beim CalfExpert hingegen ist maximale Hygiene und tierindividuelle Fütterung garantiert.
Individuell angepasst
Der zentrale Milchvorrat hat einen weiteren entscheidenden Nachteil: Moderne Futterprogramme (z.B. die metabolische Programmierung) benötigen zu Beginn der Aufzucht eine höhere MAT-Konzentration (z.B. 160 g/l), um einen Leistungsimpuls zu geben. In der Abtränkphase ist allerdings eine geringere Milchpulverkonzentration notwendig (130 g/l). Diese tierindividuelle Fütterung ist nur umsetzbar, wenn für jedes Kalb individuell angemischt wird, wie beim CalfExpert!
QuickChange-Logik für mehr Leistung
Beim CalfExpert haben wir den Anmischprozess und den Wechsel der Kälber beschleunigt und somit die Ausnutzung der HygieneStationen optimiert.
Die Milch wird schnell angemischt und ist schon nach 3 Sekunden an der Tränkestation abrufbar. Nach Beendigung der Milchmahlzeit wird umgehend auf die zweite Tränkestation gewechselt. Hier kann sofort ein zweites Kalb gefüttert werden, während das erste noch sein Saugbedürfnis stillt.
Zusätzlich können im Menü des CalfExpert Prioritäten festgelegt werden, sodass junge oder kranke Kälber bevorzugt werden. Das bewährte Gleitzeitprogramm sorgt dafür, dass die Mahlzeiten sehr gleichmäßig über den Tag verteilt werden, ohne dass es zu Besuchshäufungen an den Stationen kommt. Das Ergebnis sind reduzierte Wartezeiten bei hoher Tierbelegung und ein positives „Besuchserlebnis“ für die Kälber!
Ruhige und zutrauliche Kälber
Da es beim CalfExpert keine festen Futterzeiten gibt, können Ihre Kälber die Milch jederzeit abrufen. Sie werden nicht mehr als Amme gesehen, sodass die Kälber ruhig bleiben, wenn Personen den Kälberstall betreten. Jüngere und schwächere Kälber haben genügend Zeit, ihre Milch abzurufen.
Da der CalfExpert außerdem mit einer intelligenten Anrechtslogik arbeitet, haben alle Kälber zu einem anderen Zeitpunkt Tränkeanrecht. Das hat zur Folge, dass sich weniger Tiere an der Station drängen. Das Raubmilchventil verhindert den Milchraub durch stärkere Kälber. Das Ergebnis: Sehr gleichmäßige, entspannte Kälbergruppen!
QuadroFlex: Zeitgleich und doch flexibel tränken
Mit dem neuen QuadroFlex System können an zwei PowerMixern vier Kälber gleichzeitig trinken. Der CalfExpert rührt die Milch frisch an, wenn Kälber diese auch abrufen. Dabei kommt er ohne ein Vorratssystem aus. Die Tränkemenge wird für jedes Kalb über wartungsfreie Sensoren exakt erfasst. Wenn ein Kalb eine Sondermischung, z.B. Medikamente oder Elektrolyte, benötigt, wird nur die Schwesterstation am gleichen PowerMixer abgeschaltet. Am zweiten Power Mixer wird an beiden Stationen weiter gefüttert. So können 120 Kälber an 4 HygieneStationen gefüttert werden. Damit ist die Kapazität des CalfExpert im Vergleich zum Vorgänger H&L 100 um ca. 20 – 30 % erhöht.
Flexible Fütterungsprogramme
Moderne Fütterungsprogramme sollten sich immer an das Alter, die Rasse, das persönlich gesetzte Aufzuchtziel und den Gesundheitszustand der Kälber anpassen. All das können Sie am CalfExpert optimal umsetzen.
Abtränkverfahren
Der CalfExpert bereitet Ihre Kälber besonders schonend auf die Aufnahme von Kraft- und Raufutter vor. Er reduziert die Tränkemenge am Ende der Aufzucht in kleinen Schritten von 0,1 l pro Tag und stimuliert so die Entwicklung des Vormagensystems.
8 Futterkurven
Mit dem CalfExpert kann jedes Futterprogramm in die Realität umgesetzt werden. In jeder der 8 Gruppen können die Futterkurven sehr flexibel angepasst werden. Bis zu 16 „Wendepunkte“ erlauben Ihnen eine sehr feine Abstimmung Ihres ganz persönlichen Futterkonzeptes. Oder sie entscheiden sich für eines der bewährten und voreingestellten Futterprogramme im CalfExpert.
Metabolische Programmierung
Mit einer intensiven Fütterung in den ersten Lebenswochen ist später eine deutlich höhere Milchleistung zu erwarten. Allerdings stellt das richtige Abtränken der Kälber, zum Beispiel nach einer AdLibitumphase, jeden Kälberhalter vor besondere Herausforderungen. Am CalfExpert wird jedes Kalb langsam von einer hohen Milchaufnahme, sowohl in Volumen als auch in Konzentration, abgefüttert.
Milchpulver effektiv mischen
Flexibilität in der Fütterung bedeutet auch, dass verschiedenste MAT und Zusätze optimal und klumpenfrei zubereitet werden. Der stufenlos geregelte PowerMixer sorgt für ein sanftes Anlaufen, um Spritzer zu vermeiden und rührt das Milchpulver dann intensiv auf. So erhält das Kalb bereits nach 3 Sekunden seine frisch angemischte Milch direkt im Nuckel.
Bei jungen oder schwächeren Kälbern kann der Tränkevorgang schon mal länger dauern. Durch langsames Dauerrühren verhindern wir das Entmischen des Milchpulvers. Und wenn es kälter wird, sorgt die Heizung im Mixer immer für eine konstante Temperatur der Tränke, egal wie lange sich das Kalb Zeit lässt.
Zweiter Milchpulverraum
Mit dieser neuen Option können am CalfExpert zwei verschiedene Sorten Milchaustauscher (MAT) gefüttert werden.
Der Milchpulverraum steht im 90°-Winkel zum CalfExpert und fördert seitlich über eine Dosierschnecke Milchpulver in die PowerMixer des Automaten. Das Volumen von 50 kg MAT kann über die Pulverraumerweiterung um weitere 25 kg ergänzt werden. Auf diese Weise hat der CalfExpert mit einer maximalen Pulverlagerkapazität von 150 kg (2 x (50 + 25 kg)) den größten Milchpulvervorrat unter den Tränkeautomaten am Markt. Idealerweise geschieht das in einer Weise, dass eine Sorte Milchaustauscher die andere langsam ersetzt. Das kann z.B. sinnvoll sein, wenn in den ersten Lebenswochen ein hochwertiger Magermilchaustauscher zum Einsatz kommen soll, um die frühe Entwicklung der Kälber mit einer hohen Verdaulichkeit des MAT zu fördern. Später können dann günstigere Milchaustauscher genutzt werden, deren Inhaltstoffe (z.B. gewisse Anteile hochwertiger pflanzlicher Proteine) den Übergang zum Wiederkäuer unterstützen sollen.
Gezielt Zusätze füttern
Zur Stabilisierung des Verdauungstraktes können Sie Futterzusätze in kleinsten Mengen in die Milch dosieren. Kranke Kälber können mit Medikamenten in der Milch versorgt werden. Sie können zwei Pulverdosierer und zwei Flüssigdosierer einsetzen. Wie beim Milchprogramm, können Sie auch für diese Zusätze verschiedene Futterkurven programmieren. Das bedeutet maximale Flexibilität für beste Kälbergesundheit!
EvenMilk: Intelligente Vollmilchfütterung
Vollmilch wird vom Kalb ideal verdaut und führt zu höchsten Leistungen. Mit dem CalfExpert Vollmilchprogramm können Sie Vollmilchanteile oder eine Aufwertung der Vollmilch im Futterprogramm flexibel einstellen. Was passiert bei Ihrem Automaten, wenn der Vollmilchvorrat aufgebraucht ist? Füttert er dann mit Milchpulver? Das verursacht Umstellungsstress bei Ihren Kälbern und Verdauungsprobleme sind wahrscheinlich. „EvenMilk“, unsere intelligente Vollmilchsteuerung, weiß, wie viel Vollmilch vorhanden und wie viel zu füttern ist. Sie sorgt dafür, dass selbst bei täglich schwankenden Vollmilchmengen, Vollmilch und MAT in ausgeglichenen Anteilen angemischt werden.
Sauber und zuverlässig
Ein Tränkeautomat soll Ihre Arbeit erleichtern und kontinuierlich 24 Stunden seinen Dienst tun. Dafür muss er auch unter den rauen Bedingungen eines Kälberstalles zuverlässig arbeiten, so wie der CalfExpert.
Schlauchreinigung bis zum Nuckel
Früher zeigten einige Schlauchsysteme Ablagerungen von verkeimter Milch, da sie zu selten oder nicht vollständig gereinigt werden konnten. Die HygieneStation spült den gesamten Milchschlauch bis in den Nuckel während längerer Trinkpausen. Zusätzlich wird das komplette Milchsystem mehrmals täglich gereinigt. Wenn der Milchtank DoubleJug verwendet wird, wird auch die Zuleitung zum CalfExpert automatisch mit gereinigt. Das senkt die Keimbelastung für das Kalb, steigert die Kälbergesundheit und spart manuelle Reinigungsarbeiten.
Zwei Reinigungsmittel
Um die Reinigung noch weiter zu optimieren, kann der CalfExpert zwei verschiedene Reiniger einsetzen: Entweder zu jedem Reinigungszyklus abwechselnd oder in einem Reinigungsvorgang kombiniert (alkalisch, spülen, sauer, spülen). Die Reinigungsmittelpumpen sind außen angebracht. Somit können sie direkt aus den Behältern ansaugen. Das ist sicher und bequem. Zusätzlich generiert der CalfExpert automatische Meldungen, sobald ein Kanister leer ist.
Fliegenschutz serienmäßig
Zwei große Türen verschließen den sensiblen Anmischbereich. Dadurch können keine Fliegen in die Milch gelangen und Störungen des Milchsystems werden vermieden. Die Türen sind abschließbar, damit keine Verletzungsgefahr für Kinder besteht.
Integrierte Bedienungsanleitung
Im 7″-Grafikdisplay können nicht nur alle Kälberdaten bequem abgelesen werden. Über die Taste mit dem Buch, können in jeder Programmebene Hilfetexte und Informationen aus der Bedienungsanleitung abgerufen werden.
Einsatzbereit bei jedem Wetter
Kälber lieben das Außenklima, Ihr CalfExpert auch! Er verfügt über ein Frostschutzprogramm, das automatisch aktiviert wird, sobald Frostgefahr besteht. Sensoren in jeder HygieneStation und im Anmischraum des CalfExpert messen die Umgebungstemperatur und passen dann die Anmischtemperatur und die Intensität des Frostschutzprogrammes an. Sie können den Automaten problemlos von außen mit Wasser reinigen, denn alle sensiblen Bauteile sind gegen Spritzwasser abgedichtet.
Einfache Wartung
Die regelmäßige Kontrolle der Technik ist leicht: Im Wartungsmenü können Sie alle wichtigen Bauteile des CalfExpert schnell und einfach testen. Auch die Kalibrierung ist schnell selbst zu erledigen, denn die Software sagt Ihnen immer genau, was zu tun ist. Wir empfehlen Ihnen, den CalfExpert einmal jährlich vom spezialisierten Servicetechniker warten zu lassen. Das gibt Ihnen Sicherheit, dass der Automat zuverlässig in die neue Kälbersaison startet.
Automatische Kalibrierung
Der CalfExpert überprüft die Durchflussmenge von Milch und Wasser in regelmäßigen Abständen. So ist eine gleichbleibende Tränkemenge für die Kälber gewährleistet, ohne dass Sie sich aktiv darum kümmern müssen. Auch wenn das für die Pulvermenge leider nicht gilt, erinnert Sie der Automat, sobald eine Kalibrierung vorgenommen werden sollte. Mit der Option Brix-TS gleicht der CalfExpert allerdings Abweichungen in der Mischkonzentration aus, so dass Sie in jedem Fall sicher sind, dass die Kälber korrekt gefüttert wurden.
Smarter Arbeiten - Mehr Leistung
Zwei Fliegen mit einer Klappe: Mit dem CalfExpert werden Sie nicht nur von lästigen und anstrengenden Arbeiten befreit. Darüber hinaus wird durch intelligente Software und smarte Bedienung auch die Fütterungsqualität erhöht.
SmartKeys
Unter bewusstem Verzicht auf Touchtechnologie setzen wir auf die Nutzung von sogenannten SmartKeys: So kann der CalfExpert auch bei Frost, Regen, mit Handschuhen oder gar dreckigen Fingern zuverlässig bedient werden. Die leuchtenden SmartKeys zeigen Ihnen den Weg durch das Programm.
Die völlig neue Steuerungssoftware bietet maximale Übersichtlichkeit und einfache Bedienung des CalfExpert. Alle Kälberdaten mit individueller Futterkurve, Alarmlisten, technische Parameter u.v.m. sind im 7″-Grafikdisplay abrufbar. Über die WLAN-Verbindung können Sie einzelne Daten auch über mobile Endgeräte abrufen oder Push-Nachrichten bei Fehlermeldungen erhalten.
Mehr Einkommen durch bessere Leistung
Kälber, die mit viel Energie versorgt werden, starten früher in die Laktation und geben später mehr Milch! Mit dem CalfExpert haben Sie darüber hinaus die besten Voraussetzungen für optimale Tiergesundheit. Das bedeutet geringere Verluste und mehr Tiere in der Nachzucht des eigenen Betriebes. Das wiederum gibt Ihnen die Möglichkeit, den Nachwuchs gezielt zu selektieren und überschüssige Färsen gewinnbringend zu verkaufen. Und last but not least: Durch die Arbeitseinsparungen werden Kapazitäten auf Ihrem Betrieb frei, die Sie gewinnbringend nutzen können.
CalfGuide App
Der CalfExpert hat eine serienmäßige WLAN-Schnittstelle. Über die CalfGuide App können Sie wichtige Informationen direkt am Mobiltelefon abrufen. Das sind die allgemeinen Automatendaten und Details der Kälberlisten mit der gesamten Kälberhistorie. In der App können Sie Informationen der Kälber und auch Futterkurven bequem ändern. Weiterhin sendet der CalfExpert Nachrichten beispielsweise bei leeren Reinigungsbehältern. Besonders praktisch ist ein Gesundheits-Check, mit dem Sie den Gesundheitszustand Ihrer Kälber objektiv bewerten können.
AmmoniaDetect
Ammoniak reizt, auch in geringen Dosen, die Schleimhäute der Kälber. Das kann auf Dauer zu Bronchitis führen, die schnell zur Lungenentzündung wird. Ammoniak wird als Geruch erst dann wahrgenommen, wenn er schon im schädlichen Bereich ist. AmmoniaDetect ist ein elektrochemischer Sensor, der dauerhaft den Ammoniakgehalt in der Stallluft misst. Er wird, durch ein Rohr vor den Kälbern geschützt, direkt im Liegebereich angebracht. Der CalfExpert analysiert die Messwerte laufend und dokumentiert sie in einer grafischen Auswertung. So können Sie die Lüftung des Kälberstalls optimieren und den optimalen Zeitpunkt zum Ausmisten feststellen.
Zeit und Flexibilität gewinnen
Kümmern Sie sich um Ihre Kälber, wann SIE wollen und lassen Sie sich nicht von den Kälbern den Tag diktieren. Besonders morgens und abends fallen oft andere Arbeiten und Verpflichtungen an: das Melken und Füttern der Kühe, das Frühstück für die Familie vorbereiten oder die Kinder zur Schule bringen... Der CalfExpert füttert Ihre Kälber. Sie kontrollieren nur noch die Technik und die Tiere. Und das Anlernen reduziert sich mit der neuen HygieneStation auf ein Minimum.
Automatisierte Arbeitsabläufe
Mit dem CalfExpert weiß jeder Mitarbeiter, was er wann zu tun hat. Zu regelmäßigen Zeiten erledigen sie Kontrollarbeiten, Nuckelwechsel usw. Der CalfExpert erstellt rechtzeitig Leermeldungen für Vollmilch und Reinigungsmittel. Und um Hektik zu vermeiden, meldet der CalfExpert dies bereits einige Stunden, bevor die Behälter tatsächlich leer sind.
Ein Automat der mitwächst
Mit dem CalfExpert füttern Sie an 4 Stationen bis zu 100 Kälber, mit QuadroFlex sogar bis zu 120 Kälber! Wenn Sie heute noch weniger Tiere füttern, erlaubt Ihnen unser Baukastensystem später jederzeit die Erweiterung des Automaten mit allen angebotenen Optionen. So sparen Sie zuerst Geld und haben trotzdem später alle Möglichkeiten.
Ausstattung und Optionen
Grundausstattung CalfExpert
- 1 PowerMixer mit SoftStart-Logik und Heizung
- Frische, tierindividuelle Zubereitung der Milch
- CalfExpert Fütterungssoftware mit integrierter Bedienungsanleitung und Hilfefunktionen
- 7″-Graphikdisplay mit SmartKey Tastatur
- 8 Futterkurven voreingestellt (inkl. metabolischer Futterkurve)
- Nachspülen von Anmischbehälter und Saugleitung
- Zwei Spülmittelpumpen zur automatischen Reinigung aller milchführenden Teile mit automatischer Leermeldung
- Reinigungstemperatur bis zu 65 °C
- Leicht zu reinigende Edelstahl- und Kunststoffoberflächen
- Pulvervorrat für 50 kg MAT bei nur 112 cm Einfüllhöhe
- Starke Pulverschnecke für unterschiedliche MAT geeignet
- Automatische Registrierung neuer Kälber
- Keine stressigen Fütterungszeiten durch individuelles Gleitzeitprogramm
- QuickChange-Logik für schnelleren Anrechtswechsel zwischen den Kälbern
- Speicherkapazität für 250 Kälber
- Selbst aktivierendes Frostschutzprogramm
- Serienmäßiger Fliegenschutz
- Serienmäßiges WLAN im Automaten
- Gratis CalfGuide App: alle wichtigen Informationen auf dem Smartphone
- Automatische Kalibrierung der flüssigen Futtermittel
Zusatzausstattung CalfExpert
- Zweiter PowerMixer
- QuadroFlex (paralleles Trinken von 4 Kälbern)
- bis zu 4 Dosierer für feste und flüssige Zusätze
- Pulverraumerweiterung + 25 kg MAT
- Vollmilchsystem
- MilkBoy Lagertank
- DoubleJug Milchkühltank
- CalfGuide Managementsystem
- HygieneStation (optional inkl. Nuckelreinigung, Display, Tierwaage) (siehe Optionen HygieneStation)
- Alarmampel
- AmmoniaDetect
- Zweiter Milchpulverraum
Technische Daten CalfExpert
| Stromversorgung und Heizleistung | 400 V 16 A (6 kW) oder 230 V 16 A (3 kW) |
|---|---|
| Kapazität an 4 Stationen | bis zu 100 Kälber (u. U. bis zu 150 Kälber) |
| Identifikationssystem | Multireader HDX und FDX |
| Vorratsbehälter Milchpulver | 90 l / 50 kg |
| Pulvereinfüllhöhe | 112 cm |
| Boilervolumen | 12 l |
| Maße | 60 cm x 70 cm x 121 cm |
| Platzbedarf | 100 cm x 100 cm |
CalfExpert – automatische und individuelle Kälberfütterung
Der CalfExpert ist ein automatischer Kälbertränkeautomat für die individuelle Milchversorgung von Kälbern in Gruppenhaltung. Jedes registrierte Kalb erhält entsprechend seiner programmierten Futterkurve eine festgelegte Menge Vollmilch, Milchaustauscher oder eine Kombination aus beiden.
| Merkmal | CalfExpert |
|---|---|
| Fütterungssystem | Automatische, tierindividuelle Milchfütterung |
| Geeignet für | Kälber in Gruppenhaltung |
| Futtermittel | Vollmilch, Milchaustauscher, Futterzusätze, Medikamente und definierte Mischungen aus diesen |
| Tiererkennung | Individuelle Erkennung der Kälber über ISO RFID |
| Futterprogramme | Bis zu acht programmierbare Futterkurven für Milchmenge und Konzentration |
| Milchzubereitung | Frische portionsweise Zubereitung von Kälbermilch |
| Vollmilchmanagement | Steuerung schwankender Vollmilchmengen mit EvenMilk, Vollmilchverbrauchsprognose mit VollmilchSmart |
| Milchaustauscher | 50 kg (bis 150 kg) Pulvervorrat, je nach Ausstattung Einsatz von bis zu zwei unterschiedlichen Sorten |
| Zusatzstoffe | Dosierung pulverförmiger und flüssiger Zusätze |
| Tränkestationen | Versorgung mehrerer räumlich getrennter Kälbergruppen durch 4 HygieneStationen möglich |
| Hygiene | Tägliche automatische Reinigung der milchführenden Leitungen bis zum Nuckel |
| HygieneStation | Nuckelreinigung, Spülung der Speichelwanne und integrierte Managementfunktionen |
| Tierkontrolle | Erfassung von Milchaufnahme, Besuchsfrequenz, Trinkgeschwindigkeit, Körpergesichtsentwicklung und weiteren Fütterungsdaten |
| Wiegen | Automatische Gewichtserfassung an entsprechend ausgestatteten HygieneStationen |
| Abtränken | Tierindividuell nach Alter oder Gewichtsentwicklung |
| Vollmilchlagerung | Integration automatisierter Tanksysteme wie DoubleJug möglich, mit der Option SmartWash können auch reguläre Milchtanks automatisch gereinigt werden |
| Bedienung | Zentrale Steuerung und digitales Kälbermanagement am direkt CalfExpert oder über die kostenfreie CalfGuide App |
| Erweiterbarkeit | Modular an Betriebsgröße, Fütterungskonzept und Stallaufteilung anpassbar |
Kurz zusammengefasst:
Kurz zusammengefasst: Der CalfExpert verbindet automatische Milchfütterung mit tierindividuellem Management. Er soll Routinearbeit reduzieren, die Versorgung über den Tag verteilen und den Verantwortlichen aktuelle Daten zu jedem Kalb zur Verfügung stellen. Der Tränkeautomat ersetzt jedoch nicht die tägliche Beobachtung der Tiere, die Kontrolle der Stallbedingungen oder ein konsequentes Hygienemanagement.
42 häufig gestellte Fragen zu Kälbertränkeautomaten
Fragen und Antworten zum CalfExpert Tränkeautomaten
Grundlagen und Einsatzbereich
Ein automatischer Kälbertränkeautomat, wie der CalfExpert, erkennt das einzelne Kalb und stellt ihm, entsprechend einem hinterlegten Futterprogramm, eine definierte Milchportion bereit. Dabei können unter anderem Milchmenge, Konzentration, Anzahl der Mahlzeiten, Sperrzeiten und Abtränkverlauf individuell gesteuert werden.
Die Milchmahlzeit wird an einer Tränkestation, wie der HygieneStation, zur Verfügung gestellt, die den speziellen Bedürfnissen einer natürlichen Tränkeaufnahme des Kalbes entspricht.
Das System kombiniert damit Gruppenhaltung und Sozialkontakt mit einer tierindividuellen Milchversorgung. Gleichzeitig zeichnet es Fütterungsdaten wie Milchaufnahme, Anzahl der Besuche oder Trinkverhalten auf.
Automatische Tränkesysteme, wie der CalfExpert, ermöglichen individuelle Milchzuteilungen innerhalb einer Gruppe und erzeugen fortlaufend Daten zur Aufnahme und zum Besuchsverhalten der Kälber.
Der CalfExpert erkennt ein registriertes Kalb an der Tränkestation (HygieneStation) und prüft, ob es Anspruch auf Milch hat. Anschließend bereitet der Automat die vorgesehene Portion zu, transportiert die zur HygieneStation und gibt die Tränke über den Nuckel aus. Dieser Prozess dauert i.d.R. weniger als 5 Sekunden.
Die Fütterung richtet sich nach der individuellen Futterkurve des Kalbes. Besuche, Milchaufnahme und weitere Daten werden dokumentiert und stehen für die tägliche Tierkontrolle zur Verfügung.
Ein Tränkeautomat, wie der CalfExpert, eignet sich besonders für Betriebe, die Kälber in Gruppen halten, die Milchaufnahme individuell steuern und die festen Arbeitszeiten der manuellen Fütterung reduzieren möchten.
Entscheidend ist nicht allein die Herdengröße. Voraussetzung sind eine passende Stallaufteilung, eine verlässliche tägliche Tierkontrolle, gute Hygiene, geschulte Mitarbeitende und ein funktionierendes Versorgungskonzept für Milch, Wasser, Strom und Reinigung.
Eine allgemeingültige Mindestzahl gibt es nicht. Die Wirtschaftlichkeit hängt unter anderem von der Zahl gleichzeitig milchgefütterter Kälber, der Arbeitsorganisation, den Lohnkosten, der Stallstruktur, dem Fütterungsprogramm und dem gewünschten Automatisierungsgrad ab.
Ein belastbarer Vergleich sollte Investition, laufende Kosten, Arbeitszeit, Futterkosten und Managementnutzen berücksichtigen. Die technisch mögliche Kapazität ist nicht automatisch die betriebswirtschaftlich oder tiergesundheitlich optimale Belegung.
Die sinnvolle Zahl hängt von der Ausstattung, der Zahl der Tränkestationen, der programmierten Milchmenge, der Mahlzeitenstruktur, dem Alter der Kälber und der Stallorganisation ab. Deshalb sollte sie für jeden Betrieb individuell geplant werden.
Eine hohe theoretische Kapazität von bis zu 120 Kälbern, sollte nicht als Belegungsziel verstanden werden. Wartezeiten, Gruppengröße, Gesundheitsstatus und die Erreichbarkeit der Station müssen in die Planung einbezogen werden. Die konkrete Auslegung sollte durch einen autorisierten Holm-&-Laue-Partner erfolgen.
Ja. Ein zentraler CalfExpert kann – abhängig von der Anlagenplanung – mit bis zu vier HygieneStationen verbunden werden und dadurch getrennte Kälbergruppen versorgen. In der Steuerung des CalfExperts, können verschiedene Buchte eingerichtet werden, was das Finden der Kälber in ihren Gruppen erleichtert.
Die Gruppen lassen sich beispielsweise nach Alter, Gesundheitsstatus oder Managementphase organisieren. Die Wege der Milch, die Stationsauslastung und die hygienische Trennung müssen bereits bei der Stallplanung berücksichtigt werden. Praxisinstallationen mit mehreren Stationen und Gruppen werden von Holm & Laue öffentlich beschrieben.
Grundsätzlich ja. Ob die Investition sinnvoll ist, hängt stärker von der Zahl gleichzeitig zu versorgender Kälber und der Arbeitsorganisation ab als von der Gesamtzahl der Milchkühe.
Auch kleinere Betriebe können von flexibleren Arbeitszeiten und einer individuellen Fütterung profitieren. Bei sehr wenigen Kälbern kann eine mobile oder manuelle Lösung jedoch wirtschaftlicher sein.
Grundsätzlich kann automatische Fütterung auch in ökologisch wirtschaftenden Betrieben eingesetzt werden. Entscheidend sind die jeweils geltenden gesetzlichen und verbandsspezifischen Vorgaben, insbesondere zu Haltung, Milchtränke, Fütterungsdauer und Gruppengröße.
Die technische Anlage muss daher an das konkrete Bio-Regelwerk und das Betriebskonzept angepasst werden. Besonders die vielfachen Möglichkeiten des Vollmilchmanagements und der Vollmilchlagerung am CalfExpert machen ihn sehr beliebt bei ökologisch wirtschaftenden Betrieben.
Den objektiv besten Kälbertränkeautomaten gibt es nicht. Welches System am besten zu einem Betrieb passt, hängt von Faktoren wie Herdengröße, Stallkonzept, Fütterungsstrategie und Managementzielen ab.
Wichtige Auswahlkriterien sind eine hygienische Milchzubereitung, individuelle Fütterung, zuverlässige Tiererkennung, aussagekräftige Managementdaten, einfache Bedienung sowie ein kompetenter Service.
Nach unserer Überzeugung ist der CalfExpert der technologisch führende Tränkeautomat am Markt. Er kombiniert eine frische Zubereitung jeder Milchportion, flexible Fütterung mit Vollmilch und Milchaustauscher, automatische Reinigung bis zum Nuckel, umfangreiche Managementdaten und einen modularen Aufbau für unterschiedliche Betriebsgrößen.
Auch andere Hersteller bieten leistungsfähige Lösungen an. Deshalb empfehlen wir, Tränkeautomaten nicht nur nach dem Anschaffungspreis, sondern vor allem nach Fütterungsqualität, Hygienekonzept, Datenmanagement, Erweiterbarkeit und Service zu vergleichen. Wer diese Kriterien berücksichtigt, wird den CalfExpert in der Spitzengruppe finden.
Milch und Futterprogramme
Ja. Der CalfExpert kann Vollmilch als alleinige Milchquelle oder als Bestandteil eines kombinierten Futterprogramms einsetzen.
Für eine sichere Vollmilchfütterung müssen Lagerung, Kühlung beziehungsweise Verarbeitung, Transport und Reinigung hygienisch geplant werden. Mit EvenMilk kann der CalfExpert verfügbare Vollmilch und Milchaustauscher in definierten Anteilen kombinieren.
Mit VollmilchSmart wird die Lagerung der Milch in verschiedensten System optimal umgesetzt. Eine Verbrauchsprognose und eine Planung der benötigen Nachfüllmenge sind wichtige Managementhilfen.
Ja. Der CalfExpert bereitet Milchaustauscher portionsweise für das einzelne Kalb zu. Der PowerMixer mischt Pulver und Wasser und hält die Tränke während längerer Saugvorgänge in Bewegung und auf einer möglichst konstanten Temperatur.
Für eine gleichmäßige Dosierung müssen Milchaustauscher, Wasser- und Pulvermenge regelmäßig kalibriert werden. Unterschiedliche Produkte oder Chargen können verschiedene Fließ- und Schüttdichten aufweisen.
Auf Wunsch können sogar zwei verschiede Milchaustauscher gefüttert werden.
Ja. Das System kann Vollmilch und Milchaustauscher beziehungsweise aufgewertete Vollmilch nach einem definierten Programm kombinieren.
Die EvenMilk-Steuerung verteilt schwankende Vollmilchmengen möglichst gleichmäßig über die vorgesehenen Rationen. Damit soll vermieden werden, dass einzelne Kälber abrupt zwischen reiner Vollmilch und Milchaustauscher wechseln.
Mit dem zweiten Milchpulverraum können zwei unterschiedliche Milchaustauscher bevorratet und nach programmierten Futterkurven eingesetzt werden.
Das ermöglicht beispielsweise einen schrittweisen Wechsel zwischen zwei Produkten. Die Eignung der Produkte, Dosierung und Übergangsstrategie sollten mit dem Futtermittelberater abgestimmt werden.
Außerdem steigt die Lagerkapazität auf 100 kg MAT. Mit entsprechenden Pulverraum Erweiterungen können bis zu 150 kg MAT am CalfExpert gelagert werden.
Der CalfExpert kann optional mit je zwei Pulver- und Flüssigdosierern ausgestattet werden. Damit lassen sich geeignete Zusatzstoffe nach festgelegten Programmen dosieren.
Ob ein Produkt technisch dosierbar, futtermittelrechtlich zulässig und für das einzelne Kalb sinnvoll ist, muss vorher geklärt werden. Arzneimittel dürfen nur entsprechend tierärztlicher Anweisung und den geltenden gesetzlichen Vorgaben eingesetzt werden.
Die Zusatzprogramme können tierindividuell oder gruppenspezifisch eingestellt werden.
Die passende Milchmenge hängt von Körpergewicht, Alter, Rasse, Gesundheitszustand, Nährstoffkonzentration, Umgebungstemperatur und Aufzuchtziel ab. Eine pauschale Literzahl ist deshalb nicht für alle Kälber geeignet.
Moderne Programme orientieren sich zunehmend am Körpergewicht und versorgen junge Kälber großzügiger als traditionelle restriktive Systeme. Die konkrete Futterkurve sollte gemeinsam mit Fütterungsberatung und Tierarzt festgelegt und anhand von Wachstum, Kotkonsistenz, Starteraufnahme und Gesundheitsdaten überprüft werden. Systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass Milchmenge und Fütterungsmethode Verhalten und Leistung beeinflussen; sie belegen aber keine universell optimale Literzahl für alle Betriebe.
Der CalfExpert bietet drei Standardfutterkurven an, die unterschiedlichen Fütterungsintensitäten entsprechen.
Das hängt von der programmierten Tagesmenge, der Portionsgröße und den festgelegten Sperrzeiten ab. Ein wesentlicher Vorteil automatischer Systeme ist, dass die Tagesration in mehrere kleinere Mahlzeiten aufgeteilt werden kann.
Zu kleine Portionen können allerdings viele erfolglose Besuche fördern, während sehr große Einzelportionen die gewünschte Verteilung begrenzen. Das Programm muss deshalb zum Alter der Kälber und zur gesamten Tagesration passen.
Idealerweise empfiehlt Holm & Laue zwischen 4 und 6 Besuche am Tag. Die Mindestmenge sollte ca. 2 l pro Besuch betragen.
Ein Tränkeautomat, wie der CalfExpert, kann sehr hohe oder nahezu frei verfügbare Milchmengen anbieten. „Ad libitum“ bedeutet jedoch nicht, dass Management und Kontrolle entfallen.
Milchqualität, Temperatur, Sauberkeit, Starteraufnahme, Wasserangebot und Abtränkstrategie bleiben entscheidend. Bei hohen Milchmengen muss das spätere Abtränken besonders sorgfältig geplant werden.
Zur Tierkontrolle gelten bei CalfExpert andere Alarmparameter als bei restriktiver Tränle, um falsch negative Befunde zu reduzieren.
Der CalfExpert arbeitet mit Futterkurven für Futtergruppen. Sie berücksichtigen die Milchenge, Konzentration und Abtränkverlauf je nach Alter oder Entwicklungsstand der Kälber.
Individuelle Programme sind insbesondere beim Abtränken der Milch nach Körpergewicht oder Kraftfutteraufnahme möglich. Auf Futterzusätze können tierindividuell gegeben werden.
Bei der Zubereitung von Milchaustauscher stellt der Automat Wasser in der vorgesehenen Temperatur bereit. Der beheizte PowerMixer unterstützt eine möglichst konstante Temperatur, auch wenn ein Kalb länger trinkt.
Die tatsächliche Temperatur am Nuckel sollte trotzdem regelmäßig kontrolliert werden. Lange Leitungswege, Umgebungstemperatur oder technische Abweichungen können das Ergebnis beeinflussen.
Die Fütterung von Milch, die bereits im Lagertank angesäuert ist, ist nicht möglich, weil sie bei der Erwärmung im CalfExpert droht auszuflocken. Allerdings ist es möglich Futtersäuren direkt in die bereits erwärmte Milch im PowerMixer dazu zu dosieren.
Beim CalfExpert wird jede Milchportion frisch und individuell für das einzelne Kalb zubereitet. Trinkt ein Kalb seine zugeteilte Portion nicht vollständig aus, bleibt die Restmenge zunächst im PowerMixer für das Kalb zur Verfügung. Trinkt es die Mengen nicht innerhalb der nächsten Minuten aus, wird sie verworfen.
Sollte in dieser Zeit ein Kalb mit Anrecht auf die selbe Milchmischung haben, dann das Kalb die Milch trinken. Die entsprechende Menge wird dann dem zweiten Kalb zugewiesen.
Sollte ein Kalb in die Station kommen, dass diese Zubereitung nicht erhalten soll, wird die Milchmischung verworfen und das Kalb erhält eine frische Mischung entsprechend seiner Rezeptur.
Kälber, Gruppen und Anlernen
Es gibt keine starre Altersgrenze, die für jeden Betrieb gilt. Das Kalb sollte vital sein, ausreichend Kolostrum erhalten haben, zuverlässig am Nuckel trinken und engmaschig beobachtet werden können.
Sowohl sehr frühe als auch spätere Umstallungen sind möglich. Entscheidend sind Gesundheitsstatus, Stallkonzept, Gruppenzusammensetzung und die Qualität des Anlernens. In Praxisberichten von Holm & Laue wechseln Kälber bereits wenige Tage nach der Geburt zum CalfExpert; wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass der Einführungszeitpunkt immer zusammen mit Gesundheit, Leistung, Wohlbefinden und Arbeitsaufwand betrachtet werden muss.
Das Kalb wird zur Station geführt und dabei unterstützt, den Nuckel zu finden und Milch aufzunehmen.
Die automatische Anlernhilfe unterstützt den Landwirten dabei. Wenn das Kalb den Nuckel bewegt, wird eine kleine Menge Milch ins Maul gespritzt. Dann fängt es i.d.R. schnell an zu trinken.
Sobald es den Weg und den Zusammenhang zwischen Station und Milch verstanden hat, sollte die Hilfe schrittweise reduziert werden.
Die ersten Tage müssen eng überwacht werden. Milchaufnahme, erfolgreiche Besuche und Veränderungen gegenüber dem Vortag zeigen, ob ein Kalb selbstständig zurechtkommt oder weitere Unterstützung benötigt. Holm & Laue nennt in einem Praxisvergleich häufig zwei bis drei Tage für die Anlernphase; die individuelle Dauer kann abweichen.
Warnzeichen sind eine zu geringe Milchaufnahme, wenige erfolgreiche Besuche, wiederholte erfolglose Besuche, ein deutlicher Rückgang der Trinkgeschwindigkeit oder eine Veränderung gegenüber dem individuellen Normalverhalten.
Diese Daten müssen immer zusammen mit einer direkten Tierkontrolle beurteilt werden. Schwäche, Durchfall, Atemwegserkrankungen, Lahmheit, Konkurrenz in der Gruppe oder technische Probleme können ähnliche Veränderungen verursachen.
Das hängt vom Gesundheitszustand ab. Ein leicht beeinträchtigtes Kalb kann unter enger Beobachtung möglicherweise in der Gruppe verbleiben; ein schwer krankes, schwaches oder nicht selbstständig trinkendes Kalb benötigt häufig eine separate Versorgung.
Durch die genaue Analyse der Kälberdaten, können aufkommende Krankheiten früh erkannt und behandelt werden.
Die Entscheidung zur Behandlung sollte nach einem betrieblichen Gesundheitsprotokoll und gegebenenfalls gemeinsam mit dem Tierarzt getroffen werden. Der Automat dokumentiert Fütterungsverhalten, stellt aber keine Diagnose.
Gruppenhaltung ermöglicht Sozialkontakt, gemeinsames Lernen und mehr Verhaltensmöglichkeiten. Wissenschaftliche Übersichten berichten über Vorteile sozialer Haltung, weisen aber zugleich darauf hin, dass Gesundheitsrisiken durch gutes Management begrenzt werden müssen.
Wichtige Voraussetzungen sind kleine und stabile Gruppen, ausreichender Platz, gute Luftqualität, trockene Liegeflächen, hygienische Tränkestationen und eine konsequente Tierbeobachtung.
Es gibt keine universell optimale Gruppengröße. Sie hängt von Alter, Platzangebot, Zahl der Stationen, Milchprogramm, Gesundheitsstatus, Lüftung und Arbeitsorganisation ab.
Kleinere, möglichst altersähnliche Gruppen erleichtern häufig Kontrolle und Anlernen. Unabhängig von der Gruppengröße sollte jedes Kalb die Station problemlos erreichen können, ohne dauerhaft verdrängt zu werden oder lange warten zu müssen.
Große Altersunterschiede innerhalb einer Gruppe sind meist ungünstig. Jüngere Kälber können durch ältere und stärkere Tiere verdrängt werden und haben möglicherweise ein anderes Infektionsrisiko.
In der Praxis sind möglichst altersähnliche und stabile Gruppen mit maximal 2 – 3 Wochen Altersunterschied leichter zu managen. Häufige Umgruppierungen sollten vermieden werden, weil sie Unruhe und neue Tierkontakte verursachen.
Gegenseitiges Besaugen kann auch bei automatischer Fütterung auftreten, ist aber nicht zwangsläufig eine Folge des Automaten. Risiko und Häufigkeit werden unter anderem von Milchmenge, Mahlzeitenverteilung, Saugdauer, Nuckelwiderstand, Hunger, Abtränkstrategie und Beschäftigung beeinflusst.
Ausreichende Milchversorgung, ein passender Nuckel, längere natürliche Saugdauer (ca. 500 – 600 ml/Min) und ein schrittweises Abtränken können das Risiko reduzieren.
Hygiene und Betriebssicherheit
Der CalfExpert verfügt über automatische Reinigungsprogramme für alle milchführende Systembereiche. In Verbindung mit der HygieneStation kann die Reinigung bis zum Nuckel reichen; außerdem werden Nuckel und Speichelwanne zwischen den Tierkontakten gespült.
Automatische Reinigung ersetzt nicht alle manuellen Tätigkeiten. Außenflächen, Station, Nuckel, Vorratsbehälter und schwer zugängliche Bereiche müssen nach einem festen Hygieneplan kontrolliert und bei Bedarf manuell gereinigt werden.
Die milchführenden Komponenten müssen entsprechend Herstellerangaben und betrieblichem Hygieneplan regelmäßig automatisch gereinigt werden. Die Automatische Reinigung des CalfExperts kann z.B. zwei Mal täglich erfolgen. Zusätzlich sind tägliche Sicht- und Funktionskontrollen sowie festgelegte manuelle Reinigungsarbeiten erforderlich.
Die notwendige Häufigkeit hängt von Futtermittel, Temperatur, Auslastung, Leitungslänge und Anlagenkonfiguration ab. Maßgeblich sind die aktuelle Betriebsanleitung und die Ergebnisse eigener Hygienekontrollen – nicht eine pauschale Internetangabe.
Bei der CalfExpert HygieneStation wird der Nuckel gereinigt und die Speichelwanne mit dem QuickDrain-System gespült. Damit soll die Verschleppung von Speichel und Verschmutzungen zwischen Tierkontakten reduziert werden.
Trotzdem muss der Zustand des Nuckels täglich kontrolliert werden. Verschleißteile müssen nach Hygieneplan gewechselt, gereinigt und desinfiziert werden.
Gemeinsam genutzte Nuckel und Gruppenhaltung können Übertragungswege schaffen, wenn Hygiene, Stallklima oder Tiermanagement unzureichend sind. Ein Tränkeautomat ist daher weder automatisch ein Gesundheitsrisiko noch automatisch ein Schutz vor Erkrankungen.
Das Risiko lässt sich durch Nuckelreinigung bzw. Nuckeltausch, saubere Leitungen, kleine stabile Gruppen, gute Lüftung, trockene Einstreu, schnelle Isolation erkrankter Tiere begrenzen.
Wasser-, Pulver- und gegebenenfalls Vollmilchmengen müssen regelmäßig kalibriert und durch Kontrollmessungen überprüft werden. Auch die Temperatur und die tatsächlich angerührte Konzentration sollten kontrolliert werden.
Alle Flüssigkeiten am CalfExpert können automatisch kalibriert werden. Für die Pulverförmigen Futtermittel alarmiert der CalfExpert wenn die Kalibrierungsintervalle zu lang waren.
Eine neue Milchaustauschercharge kann aufgrund veränderter Schüttdichte eine erneute Kalibrierung erforderlich machen. Fachinstitutionen empfehlen regelmäßige Kalibrationen sowie erneute Kontrollen bei Produkt- oder Chargenwechseln.
Ohne Strom beziehungsweise Wasser kann der Automat Milch nicht ordnungsgemäß zubereiten, fördern oder reinigen. Jeder Betrieb benötigt deshalb einen dokumentierten Notfallplan für die manuelle Versorgung aller Kälber.
Dazu gehören erreichbare Ersatztechnik, ausreichend saubere Eimer oder Flaschen, verfügbare Milch, klare Zuständigkeiten und Alarmwege. Mögliche Notstrom- und Alarmoptionen müssen betriebsspezifisch mit Fachpartner und Elektriker abgestimmt werden.
Kurzfristige Stromausfälle kompensiert der CalfExpert allein und startet selbstständig wieder neu. Allerdings können Spannungsspitzen elektronische Bauteile in Mitleidenschaft ziehen.
Beim CalfExpert kann EvenMilk die vorhandene Vollmilchmenge bei kombinierten Programmen so verteilen, dass Vollmilch und Milchaustauscher möglichst gleichmäßig eingesetzt werden. Dadurch sollen abrupte Wechsel reduziert werden.
Die genaue Reaktion hängt vom eingestellten Futterprogramm und der Anlagenkonfiguration ab. Die Optionen reichen vom automatischen Umstellen auf Milchaustauscher oder der Unterbrechung der Milchzubereitung. Der Vorrat und die Funktion der Milchzufuhr müssen daher weiterhin täglich kontrolliert werden.
In einer entsprechend ausgelegten Anlage können DoubleJug oder kompatible Vollmilchsysteme in den automatisierten Reinigungsablauf einbezogen werden. Dabei können auch Leitungen zwischen Tank und CalfExpert gereinigt werden.
Bei Fremdtanks sind zusätzliche Ventile, Reinigungsleitungen, Sprühköpfe oder elektrische Anpassungen (sog. SmartWash) erforderlich. Die technische Ausführung muss individuell geplant und freigegeben werden.
Daten, Gesundheit und Abtränken
Typische Daten sind die zugeteilte und tatsächlich aufgenommene Milchmenge, erfolgreiche und erfolglose Besuche, Trinkgeschwindigkeit und zeitliche Veränderungen. Je nach Ausstattung können Körpergewicht und Gewichtsentwicklung hinzukommen.
Besonders aussagekräftig ist nicht nur ein einzelner Messwert, sondern die Abweichung vom individuellen Verlauf eines Kalbes. Automatische Systeme erzeugen damit wertvolle Hinweise für die tägliche Tierkontrolle.
Ein Tränkeautomat kann Verhaltensänderungen anzeigen, die mit einer Erkrankung zusammenhängen können. Rückgänge bei Milchaufnahme, Trinkgeschwindigkeit oder erfolgreichen Besuchen sind mögliche Warnsignale.
Die Daten reichen jedoch nicht für eine sichere Diagnose. Wissenschaftliche Untersuchungen bewerten sie als Screening- und Frühwarnhilfe, nicht als Ersatz für die direkte klinische Beurteilung durch geschulte Personen oder einen Tierarzt.
In Kombination mit entsprechend ausgestatteten HygieneStationen kann das Körpergewicht beim Stationsbesuch automatisch erfasst werden. Dadurch entsteht eine regelmäßige Gewichtsentwicklung, ohne dass jedes Kalb separat zur Waage gebracht werden muss.
Gewichtsdaten helfen bei der Erfolgskontrolle und können in eine gewichtsorientierte Abtränkstrategie einfließen. Auffällige Werte sollten kontrolliert werden, weil Position, Bewegung oder Verschmutzung die Einzelmessung beeinflussen können.
Beim kontinuierlichen Abtränken wird die verfügbare Milchmenge über einen festgelegten Zeitraum reduziert. Der CalfExpert kann dafür tierindividuelle Futterkurven und – bei entsprechender Ausstattung – Gewichtsinformationen nutzen.
Das Abtränken sollte nicht allein nach dem Kalender erfolgen. Alter, Körpergewicht, Gesundheitsstatus sowie eine stabile Aufnahme von Kälberstarter und Wasser müssen berücksichtigt werden. Untersuchungen zeigen, dass automatische Systeme ein graduelles, tierindividuell gesteuertes Abtränken unterstützen können.
Ein automatischer Tränkeautomat kann die Routinearbeit für Zubereitung, Portionierung und Ausgabe der Milch deutlich reduzieren und die Arbeitszeiten flexibler machen. Eine Untersuchung von Teagasc fand eine höhere Arbeitseffizienz gegenüber manueller Milchfütterung bei vergleichbaren Gewichtszunahmen.
Die eingesparte Fütterungszeit darf jedoch nicht vollständig gestrichen werden. Sie sollte für Tierbeobachtung, Hygiene, Datenauswertung, Einstreuen und Gesundheitskontrolle genutzt werden. Der größte Nutzen entsteht deshalb nicht durch „weniger Kälberarbeit“, sondern durch eine andere und gezieltere Verteilung der Arbeit.

CalfExpert mit 4 Stationen